Weihnachtsgeschichte 2009

Seite zuletzt geändert am: 06.12.2009, 12:13 von Robert

Hallo Meine Lieben

 
S ist mal wieder soweit, es schneit... Ne, Scherz.
Weihnachten liegt vor der Tür und damit die nicht vermeidbare Weihnachtsfeier im Hause OG Wangen.
Das wir wieder nicht dabei sind, und euch nur äußerst widerwillig den Rehbraten ganz allein verspeisen lassen versteht sich von selbst.
Ich, als vereinsälteste Hündin, darf da ruhig Kritik üben und wohl für alle daheimgelassenen Vierbeiner sprechen.
Aber ok, es gibt Dinge die kann man ja nun mal nicht ändern. So wie eben diese Weihnachtsfeier.
Aber jetzt mal zu was ganz was anderem. Es sind ja viele unter euch, die der Menschenbeschäftigung Agility nachgehen. Ich sag das jetzt mal so, weil es manchmal wirklich die letzte Chance ist, euch auf Trab zu bringen.
Ok, wir haben ja da auch so unsere Tricks, ich belle so laut, das Frauchen sich beinah die Ohren zuhebt. Mein lästiger Mitbewohner Iskander übt sich im Fersenzwicken, was er bei Franzi abgeschaut hat, mit einer Einschränkung: Sie perforiert eher obere Regionen.
Ach... Jetzt komm ich schon wieder vom Thema ab.
Ja, dieses Hüpfen... Ich will ja nicht behaupten das ich das nicht mag, im Gegenteil, vom Wangener Kugelblitz hab ich es jetzt schon fast in die Rehklasse geschafft... Hört ihr wohl auf zu lachen?
Und das ich schon seit längerem amtierende Vereinsmeisterin bin, darf ich mit Stolz betonen. Und um dahin zu gelangen, bedarf es viel Geduld mit seinem Dosenöffner. Ja, Geduld und... Richtig... Turniere.
Da unter euch doch noch ein paar sind, die dieses Etappenziel noch nicht erreicht haben, will ich euch mal aufklären.
Also, unsere sogenannten Hundeführer, das ich nicht lache, behaupten immer das Turniere dafür da sind, um Pokale zu gewinnen, einen Eintrag in dieses lächerliche gelbe Büchlein zu bekommen, gute Parcours zu laufen, etwas dazuzulernen und so weiter.
Ach nee? Und dann erzählen sie noch was von Leistungsklassen, A1 bis A3, von Alauf, Jumping und Spiel, nicht zu vergessen die Größenklassen Mini, Midi und Maxi.
Soll ich euch jetzt mal was sagen? Das stimmt alles gar nicht! Gut, es mag Ausnahmen geben die tatsächlich wert auf dieses gelbe Büchlein legen. Die sind dann so extrem das sie sich diese Dinger daheim unters Kopfkissen legen und auswendig gelernt haben, wo, sie was, bei wem gewonnen haben. Und wehe ein Richter, oder die arme Meldestelle macht auch nur einen kleinen Fehler... Dann geht eine Hundewelt unter. Zumindest für den Menschen, uns ist das nämlich piepegal.
Und deshalb möchte ich euch heute mal erzählen worum es bei diesen Turnieren in Wahrheit so geht. Ich mein, so aus Sicht eines alten Hasen, wie ich es einer bin.
Erst mal ein paar Stichworte, ok?
Also: Turnier: Laufsteg der Eitelkeiten: Wer hat die schönsten Halsbänder, die meisten Deckchen, die schönsten Schüsselchen...
Leistungsklassen: A1: kein Frühstück vor dem Lauf.
A2: vielleicht ein paar Leckerchen vorher
A3: mit Frühstück
Alauf: meistens doof, weil kein Frühstück vor dem Lauf.
Jumping: Besser, Frühstück schon verdaut, aber schon wieder Hunger
Mini: Jägerklasse! = viele Terrier und Hunde die besser in einer Handtasche über den Parcours getragen werden.
Midi: Club der Übriggebliebenen. Hunde die sich nicht entscheiden konnten: werd ich jetzt ein Hund, oder bleib ich ein Welpe
Maxi: Der große Rest! Auch dabei: viele Schäferhunde, leider, so kann ich ihnen nie zeigen, das sie gegen einen gestandenen Jackie eh keine Chance haben.
Meldestelle: Leckerchenhort für Menschen, oder ist das nur in Wangen so?
Parcours: Spielplatz mit Hindernissen.
Richter: Mensch, der ab und zu im Parcours im Weg steht und winkt.
Parcourssprecher: sagt immer das was die menschlichen Teilnehmer eh vor lauter Nervosität wissen: wann sie dran sind. Und Verkünder des Essens, aber leider nur für Menschen.
Parcourshelfer: Randfiguren, die, sollte man Rüde und mies drauf sein, auch mal als Pinkelbaum missbrauchen kann. Aber: Nicht empfehlenswert, Mensch der im Weg steht sieht das nicht gern und wird laut.
Meldezelt: rettendes Gebäude aus Planen, wo man vor seinem unzufriedenen Mitläufer Schutz suchen kann.
Leinenträger: hin und wieder tolle Abwechslung.
Startzelt: Dort wo man vor dem Lauf seine Gegner frisst
Ausgang: Dort wo man nach dem Lauf seine Gegner frisst.
Chipableser: Der Loser der am wenigsten Ahnung von Hunden, und sonst nichts zu tun hat! Allrounder, der, sollte er es überleben, den Orden der Unverwüstlichen verliehen bekommt. 
Küche: Der Ort von wo die besten Gerüche kommen, manchmal ganz hilfreich, wenn sich der Dosenöffner im Parcours verläuft. Dann kann man so tun, als hätte einen was wahnsinnig wichtiges von der Arbeit abgehalten.
Siegerehrung: Ja, jetzt kommts: Der Ort wo man die Gegner für das nächste Mal frisst.
Pokal: leider nicht essbar.
Gelbes Heft: sollte man nicht zerkauen, da steht drin, ob oder wann man ein Frühstück erhält.
Klar soweit?
So, dann mal weiter im Text. Für alle die es noch genauer wissen wollen, hier ein paar Eindrücke so eines Turniertages.
Ich hoffe, ihr könnt die grausame Wahrheit am Ende dieses schönen Abends überhaupt noch verkraften? Aber... ich wäre nicht Binti, würde ich euch schonen. Und irgend jemand muß die Realität mal auf den Tisch bringen!
Das geht in der Regel schon einen Abend vorher los. Da werden Taschen gepackt, meist mit Menschenessen, nicht das ich das je verschmäht hätte, relativ kleinen Dosen unseres Futters und Süßigkeiten (auch genannt Nervennahrung?) Hat der Dosenöffner das alles verstaut, denkt er auch mal an mich und packt eine spezielle Leine für den Start ein... Ihr seht mich stirnrunzeln? Richtig. Glaubt ihr wirklich, es macht einen Unterschied, ob meine Leine nun rot oder weiß ist? Aber... wißt ihr, wie ihr euren langsamen Begleiter richtig auf Tour bringt? Er denkt ich kann zwischen den Leinen keinen Unterschied erkennen, aber das täuscht. Also... solltet ihr auch eine spezielle Turnierleine haben... immer schön toben und aufgeregt rumhüpfen, sobald das Ding aus der Tasche gezogen wird, das steigert Dosenöffners Nervosität und das wiederum ist lustig. Außer... er muß vor dem Lauf fünfmal auf die Toilette und verpasst den Start, dann habt ihr eventuell etwas übertrieben.
Also die Tasche ist gepackt, das Auto beinah überladen mit Pavillon, Stuhl, Freßkorb, Decken, Handtücher, Wasserflaschen, tragbarem Hundekorb und so weiter. Noch nicht genug abgeschreckt?
Aber jetzt! Wisst ihr wann in der Regel so ein Turnier los geht? Um 9 Uhr!... Ich geb euch jetzt ein wenig Zeit die ungeheuren, daraus resultierenden Konsequenzen zu bedenken.
9 Uhr. In Worten neun Uhr!!! Das heißt dann aber nicht, das man um 9 (Gott diese Zahl) eintrudelt und sich langsam häusliche niederlässt. Nein, nein... dann, meine lieben Dosenöffner gehts los!
Das heißt: Um 9 muß der zweibeinige Läufer dieses gelbe Heft und unseren Impfpass abgegeben haben... Wieso verlangt eigentlich von unseren Bremsern keiner einen Ausweis, dort sollte dann drin stehen: 100 Meter in 19 Sekunden, dann würden sie uns wenigstens nicht ständig hinterherhecheln.
Ok, dann sollte um diese unchristliche Zeit bereits das Zelt stehen, der Stuhl ausgepackt, der erste Kaffee getrunken sein (Noch so was, sind eh schon nervös und bestehen auf Kaffee... versteht das wer will) und unsere tragbare Box stehen.
Das heißt also: mindestens eine halbe Stunde vorher eintreffen. Wart ihr schon mal dabei wenn die hier anwesenden Profihüpfer das alte Zelt mit den geschätzten hundert Stangen dabei hatten? Nein... Ehrlich?... Seid froh, denn eigentlich müßte man dazu Flutlicht beantragen um mitten in der Nacht mit dem Aufbau beginnen zu können!
Also, jetzt haben wir schon halb 9. So, und da solche Turniere ja nicht direkt im Nachbarort statt finden, Ausnahmen bestätigen die Regel, man denke an die Flinken Pfoten Allgäu die hier ihr Hüpfen veranstaltet hatten, müßt ihr auch noch Fahrtzeit mit einrechnen. So um eine Stunde oder mehr. Klingelts langsam?
Jetzt sind wir schon bei halb 8 Uhr! Und da wir ja alle so frühmorgens unsere Bedürfnisse haben, können wir nochmal gehörig Zeit abziehen. Sprich: um 6 Uhr aufstehen!!
Leute... ich bin eh schon leicht reizbar, aber vor 10 Uhr könnte ich einen Schäferhund am Stück verspeisen. Und... das ist die absolute Krönung: Kein Frühstück!
So, dann werden wir in aller Hergottsfrühe raus gescheucht um Morgentoilette zu machen. Manchmal ist es noch dunkel, oder nass, oder kalt, oder... alles zusammen! Und da soll man gute Laune behalten? Also wirklich!
Aber... einen winzigen Vorteil, wirklich winzig, hat das Ganze auch. Während ihr uns zum Hüpfen chauffiert, können wir nochmal schlafen. Und dann folgt die Rache auf dem Fuß: Ihr kommt dort an, kriegt euer Zelt nicht auf die Füße, seid durchgefroren, weil es ist ja früh, der Puls rast vor Aufregung, euer Herz tanzt Samba, vor der Meldestelle ist eine Schlange und der Kaffee ist ausverkauft und wir? Sind hellwach!
Ja Mann... Eure bleichen, müden, genervten Gesichter entschädigen für manches. Also ich persönlich mach das dann so: Ich sitz in meiner komfortablen Autohundebox und singe mich ein. So schön langsam, zuerst wie eine Nachtigall, aber spätestens, wenn mein Dosenöffner in Sicht gerät bin ich dann warm und gebe alles was mein Jackiekörper hergibt und das ist nicht gerade wenig.
Und dann, meine Lieben, seid ihr nicht länger die Chefs im Ring, ich mein das seid ihr eh selten, aber wir lassen euch in dem Glauben. Spätestens wenn ich dann mein Auto verlasse, weiß zumindest der Parkplatz das ich auch da bin. Schließlich hat man ja einen Ruf zu verlieren.
So und dann der Weg zum, hoffentlich stehenden Zelt, Hunde so weit meine Augen blicken. Das heißt kräftig hallo sagen, alte Feindschaften wieder beleben und jeden Schäferhund auf seinen Platz verweisen.   
So und nun beginnt für uns die eigentliche Arbeit. Die zwei Runden hüpfen am Tag sind nur eine willkommene Abwechslung zum Beinevertreten. Also in dem Pavillon oder Zelt befindet sich inzwischen MEINE Hundebox, MEIN Stuhl, MEIN Freßkorb, MEINE Decke und MEIN Freßnapf. Und auf so einem Turnier treiben sich mal locker an die zweihundert Hunde rum. Das heißt also: aufpassen, aufpassen, aufpassen. Aber... ich kann das, während Franzi, die ich wohl oder übel in meiner Nähe dulden muss, äußerst anregend das Geschehen auf dem Parcours kommentiert, schon beinah im Schlaf.
Ich bin ja keine Unbekannte, was den Job erleichtert. Viele machen einen großen Bogen um das Wangener Zelt, wenn ich anwesend bin. Und der Rest lernt es in weniger als einer halben Stunde. Deshalb ist es auch besonders fies von unseren Dosenöffner, wenn sie uns in so eine Box sperren. Wie zum Teufel soll ich damit die Grenzen meines Reviers verteidigen? Vielleicht indem ich wie ein Kastenteufel rumhüpfe? Ihr habt manchmal schon entwürdigende Vorstellungen. Schon auf dem Boden, auf einer Decke sitzend kann ich mein Ego nicht richtig unter Beweis stellen, da eignet sich Frauchens Schoß schon weit besser. Mal sehen wie mir das nächstes Jahr gelingt, wenn der kleine Plagegeist Iskander dabei ist.
So, wo sind wir jetzt? Also Zelt bezogen, Frauchens Kaffee ausgeschlabbert, Revier abgesteckt und dann? Ja, ja, ja... Ich bekomme Frühstück! Tschaka! Da lob ich mir doch A3, so ein paar Brocken versöhnen mich mit dem Unbill des Morgens. Aber nicht ganz und selbst das lass ich meinen Mitläufer nicht spüren. Ne, ne, ja nicht auf Schmusehund machen.
So geht der Vormittag langsam vorbei. Inzwischen hat Franzi schon einen Lauf absolviert: Das heißt ihren Dosenöffner hemmungslos für das frühe Aufstehen bezahlen lassen. In Hundesprache übersetzt: sie hatte viel Spaß. Ich kann ja schon fies sein, aber sie? Zum Beispiel: Am Start auf den Bremser warten? Fehlanzeige, selbst schuld, wenn sie nicht nach kommt. Über dem Hindernis die Füße lupfen? Wozu, das bremst. Den richtigen Tunneleingang nehmen? Wieso richtig? Hauptsache Tunnel, oder? Und dann schließen wir vorher noch eine Wette ab, ob sie es schafft die Slalomstangen aus der Halterung zu heben. 
Ach Leut, wir findens klasse. Agility macht richtig Spaß.
So und nachdem dann schon leckere Gerüche aus der Küche heranwehen muß ich starten.
Ich will ja jetzt nicht viel rumreden, aber eigentlich bin ich schlichtweg super. Gut, früher, so vor drei Jahren habe ich mich auch in Frühstarts versucht, aber das lohnt sich nicht wirklich, wenn man hinterher ein Leckerli haben möchte. Da haben Franzi und ich eben völlig unterschiedliche Prioritäten.
Kurz und gut: Der Lauf findet bei mir so statt: Starterzelt: ich fies meine Konkurrenz an. Der Richter winkt uns rein. Ich lotse meinen Bremser in erstklassiger Manie durch den Parcour. So immer schön auf ihn einbellen, damit er sich beeilt und nicht rumtrödelt. Geräte werden in Höchstgeschwindigkeit abgearbeitet, man überspringt einfach die rote Zone, dann winkt der Mann der manchmal im Weg steht so lustig. Zack, rüber über die Hindernisse und raus in den Auslauf, wo ich meine Konkurrenz anfiese.
Das wars! Ist doch einfach. Obwohl, manchmal gibt es Situationen, dann machts nochmal so viel Spaß. Der Mann, der im Parcours manchmal im Weg steht, hat so eine lustige Trillerpfeife. So, wenn er die jetzt bedient, wirds spaßig. Der Dosenöffner gibt seltsame Geräusche von sich, tanzt eigenartige Schritte und wir dürfen uns endlich den Weg selbst suchen.
Ich gebs ja zu, ich hüpfe gern. Es gibt anstrengendere Arten seinen Dosenöffner zu beschäftigen.
Nun gut, nach getaner Arbeit von 40 Sekunden fühlt sich mein Bremser genötigt mir Ruhe zu gönnen!... Ah ja. Na wenn er meint. Ich ziehe mich in meine Box zurück und versuche zu entspannen. Ich will ja nicht so sein und gönne ihm sein Mittagessen, ich bekomm ja meistens auch davon was ab.
So und wenn ich dann Glück habe komme ich bald nochmal dran. Das selbe Spiel wie vorhin, nur das es noch schneller geht, weil die großen Geräte fehlen. Und dann neigt sich ein langer Tag langsam dem Ende entgegen.
Alle Starter sind durch, das frühe Aufstehen fordert bei allen Tribut, der Mann der manchmal im Parcours im Weg steht hat genug gewunken.
Es ist Zeit für die Siegerehrung! Vorher aber, wird das ganze mühsam herbeigeschaffte Zeug wieder in die Autos verladen. Zurück bleiben: Wir.
Man stelle sich das mal vor. Da habt ihr uns gezwungen zu unbeschreiblich früher Zeit aus eurem Bett zu kriechen, vor dem Frühstück schon nasse Füße zu haben, wir mußten euer Zelt bewachen und euch mit größtmöglicher Anstrengung durch den Parcours dirigieren und dann lasst ihr uns einfach sitzen! Jetzt mach ich das schon so lange, aber es trifft mich jedesmal wieder bis ins Mark.
Leute... wir haben den ganzen Tag geschuftet und dann? Unter Aufbringung aller Kräfte haben wir das Zelt beschützt, das Essen verteidigt und eure Stühle erklommen und ihr entreißt es uns leichtfertig. Dann sitzen wir da, an unsere Erdhaken gefesselt und aller Besitztümer beraubt!
Und wofür? Wenn es dumm läuft für eine Blechschüssel ohne Inhalt und Gekritzel in dem gelben Heft, das viel zu zäh zum zerfleddern ist!
Gott, ist das Leben grausam
Aber gut, das Schlimmste, außer keinem Frühstück zu bekommen, haben wir nun hinter uns. Lasst mich nochmal kurz auf die Siegerehrung zurück kommen.
Eigentlich ein langweiliges Gedöns. Ich hasse es, wenn die Leute klatschen, und das tun da ziemlich viele. Ich versuche sie dann immer zum schweigen zu bringen, aber das einzige was es bringt ist einen Wahnsinnsdurst und Halsschmerzen für die nächsten Tage. Gut, mein Dosenöffner nervt auch dabei, weil er mich immer zum schweigen bringen will, als ob ihm das schon einmal gelungen wäre...
Ja, und dann bin ich oft auch ganz vorne mit dabei. So auf dem imaginären Siegertreppchen bei A 3. Was auffällt ist die Tatsache das der Abstand zwischen den Platzierten, prozentual mit der Startgröße sinkt. Bei den Großen können sich die Hunde selbst die Pfoten drücken, Midi zählt eh nicht, und bei uns, den, fälschlicherweise als Minis bezeichneten Hunden, muß der Mann der im Weg steht nochmal richtig laufen.
Wie bereits erwähnt: Der Platz an dem man die zukünftige Konkurrenz frißt. Mehr muß ich dazu nicht sagen.
So, dann ist dieser Tag dann endlich zu ende. Ich dufte hinreichend den Pokal bewundern, noch immer ohne Inhalt, und mit viel Glück darf ich jetzt in mein Auto, zu meinen Sachen und mich ausruhen.
Pech bedeutet in dieser Situation, das unsere Dosenöffner noch Kaffee und Kuchen zu sich nehmen. He Leute? Gehts eigentlich noch, erst krieg ich kein Frühstück, und dann muß ich noch ewig auf mein Abendessen warten? Oh, könnt ich doch nur Autofahren.
Aber gut, auch so eine Sache die sich nicht ändern läßt.
Irgendwann ist es dann soweit, meine kuschelige Box im Auto lädt mich ein diesen anstrengenden Arbeitstag zu vergessen.
Vorsichtig kutschiert mich mein Dosenöffner nachhause, wo mein leckeres Abendessen schon auf mich wartet. Unterwegs kann ich mich dann ausruhen um daheim nochmal richtig aufzudrehen. Teil zwei der Rache, der erst endet, wenn meine gefüllte Schüssel vor mir steht.
 
Und dann... spät abends, die Nacht ist lautlos hereingebrochen, Sterne stehen am Firmament und glitzern wie tausend Diamanten. Die Grillen zirpen den Mond an und sanfter Tau legt sich über das Gras. Dann schlüpfe ich ins Bett, kuschle ich mich an meinem Dosenöffner und träume von verjagten Hunden, siegreichen Parcours und einem ordentlichen Frühstück.
 
Und solltet ihr nach all den schonungslosen Wahrheiten immer noch Interesse an Turnieren haben freu ich mich auf tatkräftige Unterstützung beim Zeltbewachen.
 
So long
Lovely Grüsse
Mary Xmas
und warme Füße
 
Eure Binti